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Kirche und Rüstung - zur Tagung in Bad Boll [01.04.2014]

Offener Brief im Vorfeld der Tagung "Kirche und Rüstung" in Bad Boll am 8.-9. Mai 2014 von Pfr. i.R. Werner Dierlamm

Werner Dierlamm, Pfarrer i.R. ist 86 Jahre alt und will an der Tagung nicht mehr teilnehmen. Sein Tagungsbeitrag ist folgender: "Du sollst nicht töten."
Er schreibt: "Nach der jüdischen Auslegung bezieht sich dies Gebot Gottes auf den Mord, nicht auf den Krieg. Wenn wir aber das Gebot: "Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst" ernst nehmen, so bezieht es sich auch auf das Töten im Krieg. Auch der Feind ist mein Nächster. Die Liebe zu ihm beginnt damit, dass ich ihn nicht töte. Alle "Rüstung" ist  dazu da, Feinde im Krieg zu töten. Nicht nur die Produktion von Atombomben, sondern schon die eines einzigen Gewehrs ist Sünde. Die am Ersten und Zweiten Weltkrieg beteiligten Völker haben die Lehre aus den Kriegen nicht gezogen. Sie haben ihre Armeen nicht aufgelöst, die Rüstungsproduktion nicht gestoppt, sondern die Waffen modernisiert. Das gilt auch für uns Deutsche, die Hauptschuldigen an den beiden Weltkriegen. Wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg haben wir die Rüstung wieder aufgenommen und uns auf neue Kriege vorbereitet.
Heute gehören wir zum großen Militärbündnis der NATO und führen wieder Krieg. Morgen können wir in einen Dritten Weltkrieg hineingezogen werden. Es sind die christlichen Völker in den USA und Europa einschließlich Russland, die zugleich die stärksten Militärmächte sind. Christen und Christinnen, die sich an den Kriegen der Mächtigen beteiligen, machen die Predigt von der Liebe Gottes zu allen Menschen unglaubwürdig. Sie verleugnen die Nachfolge von Jesus Christus, der für alle Menschen in den Tod ging."
Der Offene Brief von Werner Dierlamm an Landesbischof July, den Oberkirchenrat in Stuttgart und an die Präsidentin der württembergischen Landessynode steht hier als pdf-Download zur Verfügung.

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