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Brenzmedaille an Kinga von Gyökössy-Rudersdorf verliehen [28.10.2011]

Ehrung einer profilierten Streiterin für die Rechte von Frauen und Migrantinnen.

Bei der Hauptversammlung der Evangelischen Frauen in Württemberg am 14. Oktober 2011 in Stuttgart wurde Kinga von Gyökössy Rudersdorf die Brenzmedaille der Evangelischen Landeskirche in Württemberg überreicht. „Mit Kinga von Gyökössy Rudersdorf wird eine profilierte und exponierte Streiterin für die Rechte von Frauen und Migrantinnen geehrt. Kinga von Gyökössy Rudersdorf hat eine Vorbildfunktion für die Abwendung von Gewalt“ sagte die Vorsitzende der Evangelischen Frauen Bärbel Koch-Baisch in ihrer Laudatio. „Ihr Handeln ist wegweisend und ruft dazu auf, gemeinsam gegen Gewalt und Zwangsheirat und für Menschenwürde und Menschenrechte vorzugehen, insbesondere für Mädchen und Frauen.“

Geboren in Ungarn, wurde die Tochter eines reformierten Pfarrers schon früh im Rahmen der Kirchengemeinde ehrenamtlich aktiv. Nach ihrer Heirat mit Dr. Karl Heinrich Rudersdorf folgten mehrere Auslandsaufenthalte in Afghanistan und im Jemen. Seit 1980 engagierte sie sich beim Autonomen Frauenhaus in Stuttgart und als Gewerkschaftsmitglied. Sie gründete den ersten Deutsch-Migrantinnen-Arbeitskreis in Stuttgart mit und engagierte sich seitdem jährlich beim internationalen Frauentag in Stuttgart. Seit 1988 ist sie durch ihre ehrenamtliche Mitarbeit in der Evangelischen Frauenarbeit der Landeskirche Württemberg präsent, seit 2006 die Evangelischen Frauen in Württemberg. Dort hat sie in allen thematischen Arbeitskreisen „Bewahrung der Schöpfung“, „Arbeitskreis Medien“, Arbeitskreis Frieden im Nahen Osten und im Arbeitskreis „Gerechtigkeit“ mitgearbeitet. In letzterem repräsentierte sie den Schwerpunkt Clean-Clothes-Campaign. In diesem Bereich führt sie regelmäßige Schulungen durch, Straßenaktionen und Vorträge. Seit 1994 ist sie im Rahmen der Ev. Frauenarbeit/Frauen zudem ehrenamtlich tätig bei der Organisation des Weltgebetstages in Gemeinden in Stuttgart (Hospitalhof), in Fellbach und der ungarischen Gemeinde in Stuttgart/Bad Cannstatt. Sie beteiligt sich seit 1990 bei der „Weltkonferenz der Religionen auf dem Weg zum Frieden“ (WCRP), Ortsgruppe Stuttgart und ist ehrenamtlich im „Verein für eine gerechte Welt e.V.“ (Weltladen) in Fellbach aktiv.

Kinga von Gyökössy-Rudersdorf hat schon vor vielen Jahren das Problem des Frauenhandels erkannt. Sie realisierte, dass gerade junge Frauen aus Osteuropa besonders gefährdet sind, weil sie nur die angenehmen Seiten des Westens sehen. Sie engagiert sich daher auch in der Arbeit des Bündnisses gegen Zwangsprostitution Baden-Württemberg. Das Engagement von Kinga von Gyökössy Rudersdorf weist ein breites gesellschaftspolitisches Profil auf: Sie war und ist in allen Bezügen für Mädchen und Frauen aktiv, in denen es gilt, etwas für sie zum Positiven zu wenden und sie vor Gewalt zu schützen: ganz konkret bis hin zur Adoption, aber auch nachhaltig durch Veränderung ungünstiger Strukturen.

Die Evangelischen Frauen und die Evangelische Landeskirche danken Kinga von Gyökössy Rudersdorf für ihren Einsatz und für ihr Engagement seit über dreißig Jahren, durch das die kirchliche Arbeit und die Stimme der Frauen in Kirche und Gesellschaft in hohem Maße profitiert hat.

Auch Ursula Kress wurde auf der Hauptversammlung gratuliert, da sie am 12. Oktober ins Präsidium der Evangelischen Frauen in Deutschland gewählt wurde. Brunhilde Raiser und Marliese Walz schieden turnusgemäß aus der Vorstandsarbeit der EFiD aus.

Bettina Hertel
 

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