Unterstützen Sie die OFFENE KIRCHE und werden Sie Mitglied!

Newsletter-Abo bestellen oder abbestellen

AMOS-Preis-Verleihung 2019

zur aktuellsten Ausgabe der OK-Zeitung

 

 

Nachruf Gerhard Schubert [28.03.2019]

Am 16. März 2019 ist unser Vorstandsmitglied Gerhard Schubert seiner schweren Krankheit erlegen. Drei Jahre hat er gegen den Krebs gekämpft, ist immer wieder aufgestanden. Im vergangenen Sommer fuhr er noch mit zur Vorstandsklausur nach Neresheim. Wir wollten seinen Rat nicht missen.

Gerhard Schubert wurde 1949 in Gammelshausen geboren. Musik spielte in seiner Familie eine große Rolle, Literatur und die Haltung: Christen haben auch eine gesellschaftliche Verantwortung und wenn man die Möglichkeit hat, sich für etwas einzusetzen, das einem wichtig ist, dann tut man das selbstverständlich.
Er studierte Theologie in Tübingen, Göttingen und Zürich und war Repetent in Maulbronn. Dann absolvierte er noch ein Aufbaustudium in Soziologie. Nach dem Vikariat arbeitete er zwei Jahre bei "Ohne Rüstung leben" (ORL). Reinhardt Seibert erinnerte an den Anfang von ORL 1977. Der Appell zur Abrüstung der Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen 1975 in Nairobi hatte Gerhard Schubert und sieben weitere württembergische Pfarrer zu der Selbstverpflichtung geführt: „Ich bin bereit, ohne Schutz militärischer Rüstung zu leben. Ich will in unserem Staat dafür eintreten, dass Frieden ohne Waffen politisch entwickelt wird.“
Die OFFENE KIRCHE baute er mit auf und engagierte sich als Synodaler und seit 2012 als zweiter Vorsitzender. Als Verantwortlicher für die AG Wahlprogramm konnte er seine ganze Erfahrung einbringen. Zwei Perioden arbeitete er in der Landessynode mit, war erster Vizepräsident und Mitglied des Ältestenrats. Auch dort pochte er auf die gesellschaftliche Verantwortung der Kirche. Inge Schneider, aktuelle Präsidentin der Synode, würdigte bei der Beerdigung seine humorvolle Art und hob seinen Einsatz für die Friedensbewegung und die Bewahrung der Schöpfung hervor. 
Die Kantorei Ditzingen, Schuberts musikalische Heimat seit er in der Stadt Pfarrer war, gestaltete den Gottesdienst zusammen mit dem Concerto Vokale Stuttgart, in dem er auch sang. Erika Schlatter-Ernst war von ihm gebeten worden, ihn zu halten. Engagiert, kritisch und humorvoll - so bleibt er uns in Erinnerung.
Renate Lück 

Keine Kommentare
< Segnung im öffentlichen Gottesdienst mit knapper Mehrheit beschlossen – Trauung abgelehnt  
Keine Kommentare
Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld


*
*


CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.

*
*