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Ehe für alle [07.11.2017]

OFFENE KIRCHE bringt eigenen Gesetzentwurf zur Kirchlichen Trauung gleichgeschlechtlicher Paare in die Landessynode ein

Die OFFENE KIRCHE blickt mit großen Erwartungen auf die anstehenden Beratungen und Entscheidungen der württembergischen Landessynode zur "Ehe für alle".
In einem öffentlichen Hearing, das der Gesprächskreis OFFENE KIRCHE veranstaltet hat, machten Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Zusammenhängen sehr deutlich, dass die Diskriminierung gleichgeschlechtlich Liebender endlichauch in der württembergischen Landeskirche ein Ende haben muss. Die württembergische Landeskirche ist die einzige in der EKD, die weder eine öffentliche Segnung noch eine Trauung gleichgeschlechtlicher Paare zulässt.

Bei einem nichtöffentlichen Studientag im Juni diesen Jahres hatte die Synode mehrere Vorträge zum Thema Segnung gehört und diskutiert. Kurz darauf führte der Bundestag die "Ehe für alle" ein. Sie gilt seit dem 1. Oktober 2017.
Nach Ansicht der OFFENEN KIRCHE geht es nicht darum, wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Homosexualität eine Veranlagung ist, gegen die Treue zur Bibel abzuwägen. Sie weiss sich dem Liebesgebot Jesu verpflichtet, wenn sie dafür plädiert, allen Paaren, die als getaufte Christen durch ihre Eheschließung bekundet haben, dass sie auf Dauer zusammenleben und Verantwortung füreinander übernehmen wollen, Gottes Segen zuzusprechen. Eine Fortsetzung von Diskriminierung und Ausgrenzung ist für die OFFENE KIRCHE nicht hinnehmbar.
Mit marginalen Änderungen der bestehenden Trauordnung wäre eine Trauung für alle möglich, denn diese fordert die Gemeindeglieder dazu auf, ihrer staatlichen Eheschließung die kirchliche Trauung folgen zu lassen.
Es sind nur wenige Bibelstellen, die die Homosexualität unter Männern verurteilen. Meist im Rahmen sogenannter "Lasterkataloge", da zeit- und umweltbedingt weder für die biblischen Autoren noch für die Reformatoren eine Partnerschaft auf Augenhöhe für gleichgeschlechtliche Paare vorstellbar waren.

Zur Erinnerung: Im kommenden Jahr sind es 50 Jahre, dass in Württemberg Frauen der gleichberechtigte Zugang zum Pfarramt ermöglicht wurde. Auch damals wurde erbittert um die Auslegung der Bibel gestritten. Während die einen darauf bestanden, dass Frauen in der Gemeinde zu schweigen hätten, beriefen sich andere darauf, dass in Christus die Unterschiede zwischen Männern und Frauen, Juden und Heiden aufgehoben seien. Mittlerweile sind Pfarrerinnen aus demAlltag der württembergischen Landeskirche nicht mehr wegzudenken.

Die OFFENE KIRCHE hofft inständig, dass auch die Aufregung um die "Ehe für alle" in 50 Jahren längst Geschichte sein wird.

Entwurf Änderung der Trauordnung

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