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Segnung gleichgeschlechtlicher Paare [22.11.2018]

OFFENE KIRCHE lehnt den neuerlichen Entwurf des Oberkirchenrats zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare als diskriminierend ab

Presseerklärung

Der Vorstand der OFFENEN KIRCHE lehnt den neuerlichen Entwurf des Oberkirchenrats, der in diesen Tagen den Landessynodalen als Sitzungsvorlage zugegangen ist und in die Herbstsynode am 28. November 2018 eingebracht werden soll, ab.
Der Vorstand der OFFENEN KIRCHE bemängelt insbesondere, dass auch über ein Jahr nach Einführung der "Ehe für alle" immer noch keine kirchliche Trauung vorgesehen ist, sondern lediglich eine Segnung, die der Trauung nicht gleichgestellt ist.

Darüber hinaus kritisiert der Vorstand der OFFENEN KIRCHE, dass an der Regel einer nicht-öffentlichen Begleitung in der Seelsorge festgehalten werden soll. Nach dem Entwurf müssen in einer Kirchengemeinde Segnungsgottesdienste gleichgeschlechtlicher Paare mit einer Dreiviertelmehrheit des Kirchengemeinderats und der Pfarrer*innen beschlossen werden. Als weitere Verschärfung kommt im Gegensatz zum Entwurf vom Herbst 2017 hinzu, dass der Kirchengemeinderat erst dann einen Beschluss fassen darf, wenn er vom Oberkirchenrat dazu ermächtigt wurde. Dies hält die OFFENE KIRCHE für zutiefst undemokratisch.

Mit einem juristischen Trick wird die Zahl der Kirchengemeinden, in denen Segnungsgottesdienste durchgeführt werden dürfen, auf 25% begrenzt. Es wird keine landeskirchliche Agende verabschiedet. Der Segnungsgottesdienst wird in der örtlichen Gottesdienstordnung geregelt. Dies kann aber nur in einer Minderheit der Gemeinden passieren, um nicht gegen die Verfassung zu verstoßen.

Die OFFENE KIRCHE wendet sich entschieden gegen die fortgesetzte Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare und fordert die Landeskirche auf, endlich die "Trauung für alle" auch im kirchlichen Bereich zu verwirklichen. Pfarrer*innen und Gemeinden, die theologische Bedenken haben, sollen nicht zur Einführung der Trauung für alle gezwungen werden, sondern Gewissensschutz erhalten.

Link zum Gesetzesentwurf zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare (pdf, 12 Seiten)

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