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zur aktuellsten Ausgabe der OK-Zeitung

 

 

Archiv für 2004

Hier finden Sie Pressemitteilungen und die Ausgaben der OK-Zeitschrift aus dem Jahr 2004.

Heft 4/2004 (PDF-Datei)

BischöfInnenwahl: Dr. Marie Kling-de Lazzer
Landessynode: Wachsende Kirche - Wohin und wozu?
Notwendiger Wandel: Kirchenkreis Stuttgart
Jüngste Dekanin: Ursula Kannenberg im Interview
Mitgliederversammlung: Vortrag „Gerechtigkeit erhöht ein Volk“ von Dr. Segbers; Neuwahl des Leitungskreises und Wechsel im Vorstand
ChristInnen im Irak schockiert - Angriffe auf Kirchen
Theologische Meilensteine: Friedrich Schleiermacher Teil 2
 

Pressemitteilung vom 28. 10. 2004

Offene Kirche setzt andere Akzente als die Synodenmehrheit

Bei den zwei wichtigen Entscheidungen der Landessynode hat die Offene Kirche (OK), die 28 der 95 Synodalen stellt, eine deutlich andere Schwerpunktsetzung als die Mehrheit der Synode vorgenommen. In beiden Fällen ging es um kirchliche Einrichtungen, die gezielt Brücken zur gesellschaftlichen Wirklichkeit schlagen möchten. Bei diesen Entscheidungen wurde deutlich, so Gerhard Ruhl als Sprecher der OK, dass es „deutlich nachvollziehbare, unterschiedliche Schwerpunktsetzungen zwischen Offener Kirche und den anderen Gesprächskreisen gibt.“

Mit Mehrheit wurde ein Antrag der OK beschlossen, unmittelbar mit den Planungen für einen notwendigen Erweiterungsbau der Evangelischen Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg (FHS) zu beginnen. Zuvor hatte sich die Mehrheit der Synode für den Erhalt der Evangelischen Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg (FHS) ausgesprochen, legte sich aber auf eine Begrenzung des Zuschusses auf 1,2 Mio jährlich fest. Hier meldet die OK Bedenken an, weil dies angesichts ständig steigender Personalkosten auf Dauer zu einer Schwächung der Arbeit führen wird. Dies ändert jedoch nichts an der eindeutigen Zustimmung der OK für die Fortführung der FHS.

Nicht durchsetzen konnte sich die OK mit ihren Bedenken gegen bei der Entscheidung, die Stellen an der Evangelischen Akademie Bad Boll um 28 zu reduzieren. Effizienter und mit Blick auf die Arbeit der Akademie schien es sinnvoller, zunächst die Stellen um 14 zu reduzieren und nach den weiteren Entscheidungen über andere Studienzentren und Tagungsstätten im Rahmen der landeskirchliche Bildungskonzeption nötige weitere Kürzung vorzunehmen.

OFFENE KIRCHE, Evangelische Vereinigung in Württemberg
Albrecht Bregenzer, OK-Pressestelle, Tel.: 07022-43908, cbregenzer@gmx.de
 

Pressemitteilung vom 16. 10. 2004

Interreligiösen Dialog mit Muslimen führen

Synodale stimmen dem Bericht des Landesbischofs mehrheitlich zu. Kritik wegen zu wenig praktischer Konsequenzen.

Stuttgart. Die Reaktionen der Synode auf den Bericht von Landesbischof Gerhard Maier bezogen sich vor allem auf die von ihm angesprochenen sozialen Probleme. Dem liberalen Gesprächskreis Offene Kirche fehlten dabei praktische Konsequenzen. „Was haben Christen heute zu tun?“, fragte Hartmut Fleischmann in Anbetracht des von Maier festgestellten mangelnden Zusammenhalts zwischen den Generationen, fehlender Solidarität und Qualitätsverlusten in der Pflege.

Wohlfahrtsverbände und Kirchen nutzten ihre Autorität nicht aus, um die sich verschlechternden Bedingungen in Pflegeberufen zu verhindern, sagte die Synodale Cornelia Brox. Der Ruf nach qualifizierten Pflegekräften und nach einer Aufwertung der Pflegeberufe blieben „leere Postulate“, wenn Kirche und Diakonie sich nicht aktiv für günstigere Bedingungen einsetzen, so Brox weiter.

„Wann mahnen sie endlich einen Geschlechtervertrag an“, fragte die Synodale Dr. Ursula Pfeiffer. Männer entzögen sich sowohl in den Familien als auch im Arbeitsleben sozialen und erzieherischen Aufgaben, klagte Pfeiffer. Den Großteil dieser Arbeiten verrichteten Frauen. Der Bischof hatte zuvor vom notwendigen Generationenvertrag gesprochen. Cornelia Brox bedauerte, dass Maier beim Thema Familie nicht auch über Chancengleichheit und Karriereplanung für Frauen sowie Kinderbetreuung zu sprechen kam.

Der Gesprächskreis Evangelium und Kirche plädierte dafür, den interreligiösen Dialog mit Muslimen ohne „missionarische Hintergedanken“ zu führen. Es gehe um eine friedliche Koexistenz der Religionen, sagte Traugott Mack. Maiers Widerstand gegen das Kopftuch in öffentlichen Schulen hielt der Synodale Gerhard Ruhl für einen Kampf „auf der falschen Ebene“. Es müsse um islamischen Religionsunterricht in Deutsch und um staatlich kontrollierte Lehrpläne in einem solchen Fach gehen. Der Bischof sollte in seiner Begründung zum Kopftuch-Verbot nicht die religiöse Botschaft der Muslime auslegen, meinte der Synodale Dr. Christian Heckel, sondern lediglich die eigene, christliche.

Der konservative Gesprächskreis Lebendige Gemeinde, zu dem auch der Bischof gehört, nahm die Bilanz von Gerhard Maier durchweg positiv auf.

OFFENE KIRCHE, Evangelische Vereinigung in Württemberg
Albrecht Bregenzer, OK-Pressestelle, Tel.: 07022-43908, cbregenzer@gmx.de
 

Heft 3/2004 (PDF-Datei)

Landessynode: Zur Befristung kirchlicher Ämter; „Daran glauben wir“; Stellungnahme des Bezirks Göppingen-Geislingen
Esslinger Erklärung von 1969: Die Bibel - Gesprächspartner unter anderen?
Kirche und Diakonie - spannungsreiches Miteinander; ZwangsarbeiterInnen
50. Jubiläum der Diakonie Katastrophenhilfe
Theologische Meilensteine: Friedrich Schleiermacher Teil 1
 

Heft 2/2004 (PDF-Datei)

Abschiebung: Wir können alles außer menschlich sein!
Frauenarbeit: Rücksicht auf vier Jahre Vorstandsarbeit; Investitur von Pfarrerin Lindner
Christenmenschen in Württemberg: Mathilde Planck
Ökumene: Roma locuta - causa finita; Katholische Hilfe für den christl.-islam. Dialog; Katholikentag
Positionspapier der OK zum Ehrenamt
70 Jahre Barmer Thesen
 

Heft 1/2004 (PDF-Datei)

Frauen und Wirtschaften - der Arbeitsstil der Zukunft
BezirksvertreterInnenversammlung: Diskussion ums Ehrenamt
Kirchen aus dem Süden fragen uns - wo bleibt die Antwort?
10. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes
Das Christentum wird im 21. Jahrhundert die Welt prägen
Volkskirche als Auftrag
Theologische Meilensteine: Helmut Gollwitzer