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AMOS-Preis Ausschreibung 2017

zur aktuellsten Ausgabe der OK-Zeitung

 

 

OFFENE KIRCHE in Tuttlingen und Balingen

Der Wahlbezirk 21 für die württtembergischen Kirchenwahlen besteht aus den beiden Evang. Kirchenbezirken Balingen und Tuttlingen.

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Die Kandidaten der OFFENEN KIRCHE in Tuttlingen und Balingen

Dr. Johannes Kiefner

  • Pfarrer im Kirchenbezirk Balingen
  • 61 Jahre, verheiratet, zwei erwachsene Kinder

Werner Pichorner

  • Diakon i.R.
  • 66 Jahre, verheiratet
  • bis 2012 Leiter der Evang. Tagungsstätte Bittenhalde in Tieringen
  • seit 2007 in der Landessynode
  • ehrenamtliche Mitarbeit in Kirchengemeinde und Diakonie

Was mir am Herzen liegt

Mir persönlich ist wichtig, dass Glaube und Leben übereinstimmen, und dass andere einem das abspüren können. Dazu möchte ich ermutigen. Und das wünsche ich mir auch von der Kirche: Dass sie umsetzt, was sie verkündigt.
Ich war einige Zeit im Landkreis Tübingen Feuerwehrpfarrer. Bei der Feuerwehr genügt nicht, dass ich weiß, so sich Hydranten befinden und wie man eine Druckleitung aufbaut. Ich muss im Zusammenspiel mit den Kameraden die Schläuche auch ganz praktisch anschliessen und die Ventile öffnen können, um den Brandherd mit Wasser zu bekämpfen. Nicht allein, dass wirs wissen, zählt, sondern dass wir danach leben. Und dazu kommt für mich noch, dass wir uns gegenseitg im Glauben unterstützen. Den Austausch und das Gespräch darüber, was ich glaube und wie ich meinen Glauben lebe, möcht ich immer wieder in der Gemeinde anregen. Wenn das nicht nur ich als Pfarrer, sondern wenn wir uns gegenseitig sagen, was Glaube beinhaltet und wie er gelebt werden kann, dann hat das viel mehr Biss. Wir haben einander in dieser Hinsicht viel zu sagen. Denn die Ausprägungen des Glaubens sind vielfältig und es gibt unterschiedliche Gewichtungen. Und das ist gut so. Den einen sagt da eher die Spiritualität zu. Wie wir es in der Geschichte von Maria und Martha von der Maria hören. Die andere neigt eher zur Solidarität, wie es die auf Maria und Martha folgende Geschichte vom barmherzigen Samariter aufzeigt. Beidem möchte ich in der Kirche Raum geben, beidem wenn möglich in Ihnen und in mir.
Johann Hinrich Wichern, der Begründer der Diakonie, ist mir darin seit meiner Doktorarbeit ein Vorbild. Er hat das so formuliert: "Die Liebe gehört mir wie der Glaube". Das hat er vor über 150 Jahren der organisierten Kirche zu denken gegeben. Das habe auch ich mir zu Herzen genommen. Und ich möchte es Menschen, vornehmlich junge Menschen spüren lassen. Möchte ihnen ein Vorbild sein: Meinen Glauben echt, bestimmt und offen zu leben.

Die Kirche gibt die frohe Botschaft weiter und sie lebt von der Zusage der Liebe Gottes.
  • Daher ist sie zuallererst eine fröhliche, weil befreite Gemeinschaft. Sie feiert Gottesdienste in unterschiedlichsten Formen - und in einer Sprache, die jeder versteht. Sie ist entfernt von moralischen und wertenden Urteilen über andere Menschen und Konfessionen und strahlt positiv auf ihr Umfeld aus. Sie schließt Menschen ein, die anders sind und auch anders denken. Aktzeptanz des/der anderen und auch des Andersseins ist in der Gemeinde möglich.
  • Sie ist eine diakonische Kirche, die offene Augen und Hände für Menschen in ihrer Nachbarschaft und Gemeinde hat. Menschen entwickeln Phantasie, wie Hilfe aussehen kann: Im Besuchsdienst, Entlastung bei z.B. Alleinerziehenden, bei pflegenden Angehörigen, Tafeln usw. Ehrenamtliche Mitarbeit wird von vielen geleistet und mit professioneller Kompetenz begleitet.
  • Sie ist eine soziale und politische Kirche, die nicht schweigt zu Ungerechtigkeit und Missständen in der Gesellschaft und in unserer Welt. Sie zeigt Einsatz für die Verwerfungen in unserem Land und in unserer Welt. Groß geschrieben ist ihr Engagement sowohl für die Friedensarbeit wie auch für den verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung.
  • Sie ist eine weltweite Kirche. Christen stehen im Verbund mit vielen anderen Gemeinden und Kirchen, und das weltweit. Keine Gemeinde/Kirche muss alleine die Welt verbessern. Mit anderen gibt es Austausch, Beziehungen und gemeinsam können Schritte gegangen werden.

Unterstützerliste    

 

Die Offene Kirche

  • für eine Kirche, die den Menschen zugewandt ist und vielfältige Möglichkeiten zur Beteiligung anbietet.
    Seelsorge- und Bildungseinhrichtungen und die Evang. Akademie werden gefördert.
  • für eine Kirche, die nach innen und außen glaubwürdig ein tritt für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung.
    Die Landeskirche bezieht Stellung zu gesellschaftlichen Herausforderungen, die weltweite Klimagerechtigkeit wird beachtet, das Friedenspfarramt der Landeskirche wird erhalten und weiter ausgebaut.
  • für eine Kirche, in der die weltweite Ökumene gefördert und das Gespräch mit Andersdenkenden und anderen Religionen gesucht wird;
    Die Stellen für christlich-jüdischen und christlich-islamischen Dialog werden erhalten und ausgebaut.
  • für eine Kirche, die die unterschiedlichen Lebensformen ihrer Mitglieder und ihrer Mitarbeitenden respektiert.
    Die Lebensform von homosexuellen Pfarrerinnen und Pfarrern ist auch im Pfarramt kein Hindernis.
  • für eine Kirche, die demokratische Strukturen weiter entwickelt und Entscheidungen transparent macht.
    Alle Stellen in der Landeskirche werden öffentlich ausgeschrieben.
  • für eine Kirche, die die Gaben von Frauen und Männern in gleicher Weise schätzt und vorhandene Ungleichheiten beseitigt.
    In kirchlichen Leitungsämtern gibt es eine verbindliche Geschlechterquote.
  • für eine Kirche, in der Glaube und Vernunft keine Gegensätze sind, sondern die bereit ist, immer wieder neu nach der Wahrheit des Evangeliums zu fragen.

Für Vielfalt und Gerechtigkeit mit Profil und Biss