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AMOS-Preis Ausschreibung 2017

zur aktuellsten Ausgabe der OK-Zeitung

 

 

Veranstaltungen im Wahlbezirk Ditzingen / Leonberg

Waffenhandel - wie Deutschland am Krieg verdient

Vortragsveranstaltung am Dienstag, 29. September 2015 von 19.00-21.00 Uhr, Haus der Begegnung in Leonberg

Deutschland ist Europameister beim Waffenhandel. Kriegswaffen und Rüstungsgüter werden selbst an menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten verkauft. Deutsche Rüstungskonzerne – wie Daimler/EADS, Krauss-Maffei Wegmann, Rheinmetall, Diehl Defence oder ThyssenKrupp Marine Systems – verdienen bestens am grenzenlosen Export ihrer Großwaffensysteme. Heckler & Koch erobert den Weltmarkt der Kleinwaffen mit profitablen Gewehrlieferungen und Lizenzvergaben.
Durch die Unterstützung von Banken werden die Konzerne zu Kriegsgewinnlern. Die Macht der Rüstungskonzerne, Lobbyverbände, Banken und Politiker ist immens. Bisher sind alle Versuche gescheitert, Waffenhandel mit Einzelmaßnahmen zu begrenzen.
In seinem Vortrag beantwortet der AMOS-Preisträger Jürgen Grässlin zentrale Fragen:

  • Wie gelangen deutsche Waffen – legal und illegal – in Krisen- und Kriegsgebiete?
  • Wer sind die Toptäter in der Politik und in der Rüstungsindustrie?
  • Wer sind die Opfer dieser skrupellosen Wirtschaftspolitik?
  • Was muss die Bundesregierung ändern und was können wir tun, damit Waffenhandel gestoppt wird?  

Jürgen Grässlin, Träger des Amospreises der OK, zählt seit vielen Jahren zu den profiliertesten Rüstungsgegnern Deutschlands. Er ist Sprecher der aktuellen Kampagne »Aktion Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel!«, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) sowie der Kritischen AktionärInnen Daimler (KAD) und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.). Er ist Autor zahlreicher kritischer Sachbücher über Rüstungsexporte sowie Militär- und Wirtschaftspolitik, darunter internationale Bestseller.