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Nächste AMOS-Preisverleihung am So, 20.03.2011 in Stuttgart

Wege zum Frieden im Nahost-Konflikt aufgezeigt - AMOS-Preis 2011 geht an die Palästinenserin Sumaya Farhat-Naser und den Israeli Reuven Moskovitz

Die Preisträger Reuven Moskovitz und Sumaya Farhat-Naser zusammen mit der OK-Vorsitzenden Ulrike Stepper

Ein palästinensisch-jüdisch-deutscher Vorschlag wird bei der 6. Verleihung des AMOS - Preises für Zivilcourage in Kirchen, Religionen und Gesellschaft zum Zuge kommen: Die Palästinenserin Sumaya Farhat–Naser, Birseit, und der Israeli Reuven Moskovitz, Jerusalem, werden am 20. März 2011 in der Erlöserkirche in Stuttgart mit dem mit 5000 Euro dotierten und von einer Stiftung getragenen Preis ausgezeichnet werden.

Seit vielen Jahren stehen die 62jährige Sumaya Farhat–Naser sowie der 82jährige Reuven Moskovitz im bestehenden Nahost-Konflikt „beispielhaft, gewaltfrei und prophetisch für Gerechtigkeit und Versöhnung“, so die Jury mit Vertretern aus Kirchen, Politik und Medien in ihrer Begründung.

Farhat-Naser leitete das palästinensische „Jerusalem Center for Women" sowie das Rehabilitationszentrum der Herrnhuter Brüdergemeine für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen auf dem Sternberg bei Ramallah. Sie tritt mit Büchern („Thymian und Steine" (1995/2005), „Verwurzelt im Land der Olivenbäume" (2002), „Disteln im Weinberg" (2008) und Vorträgen gerade auch in Deutschland für die politische Aussöhnung von Palästinensern und Juden ein. Ausgezeichnet werden soll, so die Jury, ihre „nach wie vor vorbildliche Friedensarbeit auf zwischenmenschlicher Ebene."

Moskovitz war Mitbegründer der Siedlung „Neve Shalom/Wahat al Salam", in der israelische Juden und Palästinenser zusammenleben. Er organisierte Studienreisen durch Israel, mit denen er sich sowohl um die jüdisch-palästinensische Aussöhnung wie auch um die deutsch-israelische Aussöhnung bemühte. Er initiierte das Projekt „Versöhnungsräume und Versöhnungswege" in Neve Sahlom/Wahat al Salam, hielt in Deutschland Vorträge in Kirchengemeinden und engagierte sich bei Kirchentagen, auch bei besonderen Anlässen wie zum Beispiel beim Hungerstreik von Firas Maraghy vor der israelischen Botschaft in Berlin (August 2010) sowie für ein Schiff der „European Jews for Just Peace" gegen die Blockade von Gaza (September 2010). Vorbildlich, so die Jury, sei Moskovitz darin, „Wege zu suchen und zu gehen, um Feinde zu Freunden zu machen."

Mit einem feierlichen Festakt werden die Preisträgerin und der Preisträger am Sonntag Reminiscere am 20. März 2011 von 12 bis 14 Uhr in der Erlöserkirche in Stuttgart geehrt werden.

Spendenkonto für den AMOS-Preis:
Nr. 3690156 bei der Evang. Kreditgenossenschaft (EKK) (BLZ 520 604 10)

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