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Archiv: „Anstöße“, wichtige Artikel und PressemitteilungenWir haben hier für Sie die Ausgaben der Zeitschrift „Anstöße“ der OFFENE KIRCHE, wichtige einzelne Artikel und Pressemitteilungen archiviert. Die jeweiligen Ausgaben der Zeitschrift können Sie hier im PDF-Format (wie die gedruckte Ausgabe) anschauen und ausdrucken. Brot zum Leben - zur Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes Damit sie alle eins seien. Jugendgemeinden gefährden die Konziliarität der Kirche Winnenden: Rabenschwarzes BÜndel... Homepage-Artikel Frühjahr/Sommer 2009 Die wichtigsten Artikel von der Homepage im Frühjahr/Sommer 2009 Neu in der Landessynode: Petra Ruffner-Käpplinger Homepage-Artikel Herbst-Winter 2008 Die wichtigsten Artikel von der Homepage im Herbst/Winter 2008 Pressemitteilung vom 9. 12. 2008 Bundesverdienstkreuz für Marliese Walz Die 55jährige Germanistin und Historikerin, begann in den 90er Jahren für den Weltgebetstag zu arbeiten. Von 2001 bis 2006 war sie Vorsitzende des Frauenwerks der Württembergischen Landeskirche, der Evangelischen Frauen in Württemberg. In der Evangelischen Frauenhilfe in Deutschland, einem der beiden Vorgängerverbände der „Evangelischen Frauen in Deutschland e.V.", war sie von 2004 bis 2007 Vorstandsmitglied. Marliese Walz gehörte als Mitglied des Gründungspräsidiums zu den Gestalterinnen dieses Fusionsprozesses. Evangelische Frauen in Deutschland e.V. Pressemitteilung vom 25. 11. 2008 Schutz der Menschen im Kongo Landessynode fordert Bundesregierung zum Handeln auf Stuttgart. „Wir wissen durch unsere Partnerkirchen im Kongo von den ungezählten Leiden der Zivilbevölkerung, besonders der Mädchen und Frauen“, sagte der Synodale Harald Kretschmer bei der Herbsttagung der Württembergischen Evangelischen Landessynode in Stuttgart. Der verheerende Krieg im Osten der Demokratischen Republik Kongo müsse bald beendet werden. Der Schutz der am Krieg unbeteiligten Menschen und die sofortige Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Dörfer und Städt hätten dabei absoluten Vorrang. Die Landessynode beschloss daher, die Bundesregierung zu bitten, all ihre Möglichkeiten zu nutzen und auf den Frieden im Kongo hinzuwirken. Insbesondere sollten alle beteiligten Parteien zu einem sofortigen bedingungslosen Waffenstillstand und zu sofortigen Verhandlungen über die künftige Machtverteilung im Kongo zu drängen und dem drohenden Zerfall der Demokratischen Republik Kongo entgegen zu wirken. Auch solle die Bundesregierung dafür Sorge tragen, dass das Thema „Überwindung der Gewalt“ im Ostkongo auf nationaler und europäischer Ebene höchste Priorität erhält. Zudem solle Deutschland die UNO-Friedensmission in die Lage versetzen, die beteiligten Kriegsparteien auseinander zu halten und die Zivilbevölkerung zu schützen. Die Synode forderte auch dazu auf, sich stärker als bisher im Rahmen der UNO-Friedensmission im Kongo zu engagieren und diese auch materiell und logistisch zu unterstützen. Die Evangelische Landessynode bittet die Bundesregierung darüber hinaus, den Aufbau von Justiz und Polizei im Kongo zu forcieren, das internationale Programm zu Befreiung, Entwaffnung und Reintegration von Kindersoldaten so auszustatten, dass die Betroffenen Perspektiven für ihre Zukunft bekommen. Pressemitteilung vom 21. 11. 2008 „Wachsende Kirche“ - schrumpfende Werke und Dienste Pressemitteilung anlässlich der Herbsttagung der Synode der evangelischen Landeskirche von Württemberg vom 24. - 26. 11. 2008 OFFENE KIRCHE lehnt Personalstelle für evangelikales Sonderprojekt ab Die Synodalen der OFFENEN KIRCHE lehnen die Fortführung der Sonderstelle beim Oberkirchenrat für das Projekt „Wachsende Kirche“ ab. Das Projekt reduziere die Bemühungen um eine „wachsende Kirche“ auf Gemeindeaufbau, Erneuerung des Gottesdienstes und die Einladung zu Glaubenskursen. Das sei eine Engführung, die nur ohnehin mit der Kirche verbundene Menschen erreiche, aber nicht milieuübergreifend auch Zweifler, Kritiker und Fragende anspreche, so die Mitglieder des Gesprächskreises der OFFENEN KIRCHE. Die OFFENE KIRCHE kritisiert, dass zugleich in vielen Werken und Diensten der evangelischen Landeskirche in Württemberg ein Stellenabbau geplant ist, besonders in den Bereichen, in denen die Kirche Menschen erreicht, die mit den Angeboten der Kirchengemeinden nicht vertraut sind, etwa bei der Akademie in Bad Boll, beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt, beim Polizeipfarramt, beim Beauftragten für Weltanschauungsfragen. Die Synode berät bei ihrer Tagung vom 24. bis. 26. November 2008 über den Haushalt 2009. Es stehe zu befürchten, so die OFFENE KIRCHE, dass die Mehrheit der Synode diese Bereiche unter vorgeblicher Berufung auf eine derzeit nicht vorhandene Knappheit von Kirchensteuermitteln so zurückschneidet, dass ihre Lebens- und Funktionsfähigkeit ernsthaft in Frage gestellt sein werden. Diese Linie verfolgt exakt das Gegenteil von missionarischer und wachsender Kirche, stellen die Synodalen der OFFENEN KIRCHE fest. Gez. Michael Seibt Homepage-Artikel Sommer-Herbst 2008 Die wichtigsten Artikel von der Homepage im Sommer/Herbst 2008 Pressemitteilung vom 20. 10. 2008 Mauern triumphieren über Brücken - die Konferenz über die Belagerung wird ein Opfer der Belagerung Auf schockierende Weise findet die internationale Konferenz des Gaza-Community Mental Health Programms (GCMHP) „Belagerung und psychische Gesundheit … Mauern gegen Brücken“ unter Belagerung statt. Die Konferenz war für den 27./ 28. Oktober im Gazastreifen geplant. Doch nachdem diese akademische Konferenz seit einem Jahr vorbereitet worden ist, wurde sie nur 14 Tage vor Beginn durch die Entscheidung israelischer Behörden, den internationalen Konferenzteilnehmern den Zugang zu verwehren, in Frage gestellt. Könnte auf die Auswirkungen der Belagerung ein besseres Schlaglicht geworfen werden? Die Konferenz war als Forum für professionelle Diskussion und wissenschaftlichen Austausch über die Auswirkungen der Gazabelagerung auf die Kinder, die Familien und Gemeinden und über Frieden stiftende Bemühungen organisiert worden. Der Plan ist, Spitzen-Fachleute und Akademiker aus aller Welt zu versammeln und Brücken des Dialogs, gegenseitige Anerkennung und Frieden zu schaffen. Etwa 120 Teilnehmer von Universitäten aus aller Welt werden erwartet. 25 von ihnen halten Referate und teilen Untersuchungsergebnisse mit. Die Hauptthemen der Konferenz befassen sich professionell mit der psychischen Gesundheit und mit den Menschenrechten. Wenn Israel über die ganze Bevölkerung des Gazastreifens eine strikte Belagerung aus Sicherheitsgründen aufrecht erhält, wie behauptet wird, fragen wir uns, wie kann solch eine Konferenz eine Bedrohung für Israels Sicherheit darstellen? Diese Aktionen stellen einen schweren Schlag gegen die Rechte akademischer Freiheit, freier Rede, Bildung und des kulturellen Dialoges dar. Wir sehen diese Aktion als eine Aktion an, um die Kommunikation zu blockieren, um die Plattform für gegenseitige Anerkennung, Verständigung und Anerkennung des Leids der anderen zu beeinträchtigen. Noch einmal wird bewiesen, dass Israel – auch wenn es das Gegenteil behauptet – eine Besatzungsmacht ist, die den Gazastreifen unter Kontrolle hat und die Menschen daran hindert, hinein- oder herauszukommen. Trotz all der Herausforderungen sind wir entschlossen, diese Konferenz abzuhalten. Wir planen, dass die internationalen Gäste von Ramallah aus und die lokalen, die den Gazastreifen nicht verlassen dürfen, mit Video-Verbindung teilnehmen. Wir bestätigen damit, wenn Israel uns physisch belagern kann, so kann es uns doch nicht geistig belagern und unseren Austausch mit der Außenwelt verhindern. Trotz der ungerechten Entscheidung sind wir entschlossen, die Konferenz wie geplant durchzuführen. Wir haben uns für die Konferenz Ziele gesetzt und wollen gleichzeitig die katastrophalen Folgen der Belagerung einer zivilen Bevölkerung bewusster machen. Wir verlangen von den israelischen Behörden, ihre Entscheidung zurückzunehmen, und die Konferenzteilnehmer in den Gazastreifen einreisen zu lassen. Schließlich bitten wir unsere Teilnehmer, Freunde, Solidaritätsgruppen, Menschenrechtsgruppen und Kollegen gegen die Entscheidung zu protestieren und die andauernde israelische Politik der Menschenrechtsverletzungen offen zu legen. Für mehr Informationen: Husam El-Nounou, PR-Direktor Pressemitteilung vom 19. 10. 2008
Von der Schrottimmobilie zur Finanzmarktkrise Wirtschaft/Verbraucherschutz/Justiz: Schrottimmobilien-Geschädigte forderten auf einer Tagung in Bad Boll: Die Bankenaufsicht soll auch die Kunden schützen Bad Boll / Kreis Göppingen - Die derzeitige Finanzkrise sei größtenteils auf »eine verantwortungslose Kreditvergabe der Banken« zurückzuführen, sagte der Düsseldorfer Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Julius Reiter am Wochenende (17.-19.10.2008) auf einer Tagung der Evangelischen Akademie Bad Boll. Schon beim skrupellosen Verkauf von Schrottimmobilien Ende der 90er Jahre habe dieses Versagen eine wesentliche Rolle gespielt. Der Verkauf völlig überteuerter Immobilien in Deutschland sei ein Vorläufer für die Finanzdienstleistungen gewesen, die jetzt von Amerika aus auch Banken in Deutschland in Schwierigkeiten gebracht hätten, erklärte Reiter. Damals seien in Deutschland Finanzprodukte an Hunderttausende von Bankkunden mit kleinen und mittleren Einkommen verkauft worden, die diese Angebote nicht verstanden und sich wirtschaftlich ruiniert hätten. Jetzt hätten die Bankenvorstände selbst Produkte eingekauft, die sie nicht mehr verstehen und in ihren negativen Folgen für den Finanzmarkt überblicken konnten. Dringend erforderlich sei deshalb eine Stärkung der Bankenaufsicht, sagte der auf Verbraucherschutzrecht spezialisierte Berliner Rechtsanwalt Jochen Resch auf der Akademietagung. Diese Aufsicht müsse nicht nur für die Liquidität der Banken, sondern endlich auch für den Schutz von Bankenkunden zuständig sein. Der Gesetzgeber solle im Interesse der Schrottimmobilenopfer das von Fachleuten schon lange geforderte »Durchgriffsrecht« auf die Banken durchsetzen und eine Trennung zwischen Kauf- und Kreditvertrag nicht mehr länger zulassen. Die bisherigen Verjährungsfristen würden für die Opfer den Rechtsweg so früh beenden, dass das Ziel des Gesetzes verfehlt werde, Rechtsfrieden herzustellen. Realistischerweise sollten diese Fristen auf mindestens zehn Jahre verlängert werden. Die Teilnehmenden der Tagung, die sich mit der Aufarbeitung des Schrottimmobilien-Skandals befasste, verabschiedeten eine Erklärung, in der es unter anderem heißt: »Das Vertrauensverhältnis zwischen Banken und Kunden ist so zerrüttet wie nie zuvor.« Der Staat habe die vordringliche Aufgabe, Bürgerinnen und Bürger vor unseriösen oder kriminellen Praktiken von Banken und Finanzdienstleistern zu schützen. Weiter heißt es in dem Papier: »Vor dem Hintergrund des offenkundigen Versagens der Schutzfunktion der Justiz appellieren wir an Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften und Kirchen, sich entschlossen auf die Seite der Geschädigten zu stellen.« Die Erklärung im Wortlaut: Bad Boller Appell Teilnehmende und Referierende der Tagung zum Thema »Vom Traum zum Alptraum: Schrottimmobilien« vom 17. bis 19. Oktober 2008 haben sich einmütig auf die folgende Erklärung verständigt: A. Das gesetzliche verbriefte Vertrauensverhältnis zwischen Banken und Kunden ist so zerrüttet wie nie zuvor. Ruinöse Verkaufspraktiken bei Finanzdienstleistungen habe diese Entwicklung schon in früheren Jahren vorbereitet. B. I. Wir erinnern an die im Grundgesetz festgelegte Verpflichtung des Staates, den Bürgerinnen und Bürgern die Daseinsvorsorge zu ermöglichen. Die notwendigen Rahmenbedingungen sind so zu gestalten, dass Täuschung und Missbrauch möglichst weitgehend ausgeschlossen sind. II. Deshalb hat der Staat die vordringliche Aufgabe, Bürgerinnen und Bürger vor unseriösen oder gar kriminellen Praktiken von Banken und Finanzdienstleistern zu schützen durch geeignete Instrumente, die für Transparenz und Sicherheit sorgen. III. Vor dem Hintergrund des offenkundigen Versagens der Schutzfunktion appellieren wir an Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften und Kirchen, sich entschlossen auf die Seite der Geschädigten zu stellen. C. Angesicht der Rettungsbemühungen um Banken halten wir es für unabdingbar, das staatliche Instanzen entschieden die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher schützen und die entsprechenden Empfehlungen und Veröffentlichungen der Verbraucherschutzexperten und –organisationen aufnehmen. Bad Boll, 19.10.2008 Bereits am Freitag, 17.10.2008, wurde auf der Tagung die Rechtsprechung des BGH bei der Aufarbeitung der Schrottimmobiliengeschäfte kritisiert. Lesen Sie dazu die Pressemitteilung der Evangelischen Akademie Bad Boll: Pressemitteilung vom 8. 7. 2008 „Offene Kirche“ mahnt bessere Bedingungen in der Pflege an In der Aussprache zum Bericht von Landesbischof Frank Otfried July vor der Landessynode, der sich dem demographischen Wandel in der Gesellschaft gewidmet hatte, haben Vertreter des Gesprächskreises „Offene Kirche“ betont, dass die Pflege unterfinanziert sei und die Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal verbessert werden müssen. Die Kirche müsse die Gründe für den „Burnout“ des Pflegepersonals benennen und politische Verbesserungen für die Pflege annahmen. Im Unterschied dazu legten Vertreter der „Lebendigen Gemeinde“ den Akzent auf die Glaubensweitergabe an ältere Menschen. Michael Seibt Pressemitteilung vom 8. 7. 2008 „Offene Kirche“ spricht sich gegen Personalstelle für „wachsende Kirche“ aus Das Projekt „Wachsende Kirche“ haben Vertreter des Gesprächskreises „Offene Kirche“ in der Sommertagung der Landessynode kritisiert. Der Aufgabenbereich „Gesellschaft gestalten“ sei nach dem Kongress im April 2008 wieder aus dem Programm des Projekts gestrichen worden. Dies zeige, so die „Offene Kirche“, dass eine inhaltliche Engführung drohe. Die Beschränkung auf Prof. Michael Herbst als einzigen theologischen Berater für „wachsende Kirche“ hält die „Offene Kirche“ für nicht angemessen, da es auch Reformvorschläge mit einem anderen theologischen Hintergrund in der Evangelischen Kirche in Deutschland gebe. Eine zusätzliche Personalstelle, wie sie von Vertretern der „Lebendigen Gemeinde und „Kirche für morgen“ gefordert werde, um das Projekt in der Landeskirche zu einer Dauereinrichtung werden zu lassen, lehnt die „Offene Kirche“ ab. Das Anliegen sei an der Basis angekommen. Michael Seibt Dr. Anne-Lore Schmid - Vorkämpferin... Pressemitteilung vom 18. 3. 2008 Citykirchenarbeit an der Stuttgarter Stiftskirche Stuttgart. Die „Offene Kirche", evangelische Vereinigung in der württembergischen Landeskirche, begrüßt die Öffnung der Arbeit an der Stuttgarter Stiftskirche, die unter Pfarrer Manfred Bittighofer begonnen hat, und wünscht sich eine Fortsetzung dieses Kurses. Die Stuttgarter Stiftskirche sei die zentrale Kirche in der Stadt Stuttgart und für die Landeskirche. Die kirchliche Arbeit an der Stiftskirche habe die Aufgabe, einen echten Dialog zwischen verschiedenen Glaubensprägungen in der Landeskirche zu führen. Die „Offene Kirche", vertreten durch die Mitglieder der Landessynode aus dem Kirchenkreis Stuttgart, Susanne Mauch-Friz, Axel Ehrmann und Michael Seibt, möchte nicht, dass die Stiftskirche zu einer evangelikalen Richtungsgemeinde wird. Dies öffentlich zu sagen, versteht die „Offene Kirche" nicht als unzulässigen Eingriff in das laufende Stellenbesetzungsverfahren an der Stiftskirche. Vielmehr will die „Offene Kirche", die schon seit Jahren die Citykirchenarbeit begleitet und fördert, damit zur öffentlichen Diskussion um die Arbeit an der zentralen Stuttgarter Kirche einen Beitrag leisten. Auf in die neue Synode Pressemitteilung vom 17. 10. 2007 Haben die Evangelikalen Probleme mit der Abgrenzung nach rechts? Als „in höchstem Maß besorgniserregend“ bezeichnet der Vorstand der Offenen Kirche (OK) die enge offene Beziehung zwischen dem Zentralorgan der evangelikalen Lebendigen Gemeinde, IdeaSpektrum, und der vom Norddeutschen Rundfunk wegen ihres Lobs des Nazi-Familienbildes entlassenen Eva Herman. Wiederholt habe das wöchentlich erscheinende Periodikum der Propagandistin eines stockkonservativ-reaktionären Familienbildes ein Podium geboten und vorbehaltlos Partei für sie bezogen. Dass sie nun, kurz vor der Synodalwahl von evangelikal-charismatischen Kreisen im Raum Altensteig als Referentin eingeladen wurde, zeigt erneut, dass das evangelikale Spektrum sich unverändert schwer tut mit der Abgrenzung zum braun eingefärbten Rand der Gesellschaft. „Es scheint sich jetzt das gleiche Szenario abzuspielen, wie bei dem sogar von der CDU ausgeschlossenen Ex-MdB Hohmann, der trotz vieler Warnungen von der Spitze der Altpietisten als Referent in das zentrale Tagungshaus Schönblick eingeladen worden war“, heißt es in der Stellungnahme der OK. Dabei müssten überall die Alarmglocken schrillen, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass Herman jetzt öffentlich Beifall von der NPD, der rechtsradikalen DVU und dem „Ring nationaler Frauen“ erhalte. Offene Kirche, Evangelische Vereinigung in Württemberg Rückblick: Die OK als Motor der württembergischen Landeskirche Jahresversammlung: Vortrag von Dr. Wolfgang Kessler: Brauchen wir Alternativen zur Vollbeschäftigung Pressemitteilung vom 12. 3. 2007 OK kritisiert beabsichtige Änderung der arbeitsrechtlichen Bedingungen in Kirche und Diakonie Position der Arbeitnehmer soll geschwächt werden Der Vorstand der Offenen Kirche (OK) hält es für einen Irrweg, wenn die Synode jetzt in einer arbeitsrechtlich verfahrenen Situation die Gesetzeslage des bisherigen 3. Weges im Sinne der Arbeitgeber ändert. Eine Verlagerung der Tarifverhandlungen von der bisherigen arbeitsrechtlichen gemeinsamen Kommission auf die betriebliche Ebene hält die OK für falsch. Damit müssten die abhängig Beschäftigten aus einer Position der Schwäche heraus mit dem Arbeitgeber direkt in Verhandlungen treten. Mit der jetzt beabsichtigten Gesetzesänderung begibt sich die Synode beängstigend nahe an den fast vergessenen 1. Weg, bei dem die abhängig Beschäftigten völlig vom Schalten und Walten der Arbeitgeber abhängig sind. Es wäre ehrlicher und im Sinne der Beschäftigten, ohne die weder Kirche noch Diakonie existieren können, wenn endlich eine saubere und unverschleierte Lösung auch für die Kirche gefunden würde, mit der Tarifauseinanderstetzungen wie in der Wirtschaft oder im Öffentlichen Dienst zwischen Tarifpartnern geregelt sind. Der Vorstand der OK kritisiert, dass im laufenden Verfahren die Möglichkeiten der Schlichtung überhaupt nicht ausgereizt sind und dass zu befürchten ist, dass sich die konservative Synodenmehrheit zum Handlanger der Arbeitgeberinteressen machen lässt. Es ist nicht Aufgabe und Funktion der Synode, wenn eine Verhandlungssituation verfahren erscheint, einfach ein Gesetz zu ändern. AMOS-Preis-Verleihung: Andreas Zumach hielt die Laudation auf Major Florian Pfaff; Erinnerung und Umkehr: Für einen kirchlichen Gedenktag am 9. November Pressemitteilung vom 21. 12. 2006 Für einen offiziellen Gedenktag am 9. November Die IGF Stuttgart hat sich am 6. Dezember 2006 im Rahmen seiner monatlichen Treffen mit der Publikation „Offene Kirche“, Evangelische Vereinigung in Württemberg, Nr. 4, November 2006, Seite 1-3, ausführlich befasst. Es handelt sich um den Aufruf an die Kirchen aller Konfessionen in unserem Land Die Vertreter von sechs Religionen - Bahà’i, Buddhisten, Christen, Hindus, Juden und Muslime - die seit vielen Jahren eng interreligiös zusammenarbeiten, fühlen sich angesprochen als Gremium, das „sich diesen Aufruf zu eigen machen“ will. Wir wollen uns religionsübergreifend für diesen Aufruf einsetzen. Wir können uns mit allen Ausführungen voll solidarisieren, denn nicht nur „viele nichtreligiöse Menschen gedenken der Zerstörung der jüdischen Gotteshäuser“, sondern auch viele Vertreter aus den Weltreligionen verneigen sich in Traurigkeit und Scham vor den Vorgängen dieses 9. November 1938. Unsere Verbundenheit gilt dem jüdischen Volk, aber auch allen Minderheiten weltweit, denen unrechtmäßig Gewalt angetan wurde und angetan wird. Auch wir sprechen uns aus für Erinnerung und Betroffenheit und für den Willen, uns aktiv einzusetzen, in Hoffnung, daß sich bei uns und weltweit Toleranz und ein zwischenmenschliches und interreligiöses Miteinander entwickeln möge. Derartige Menschenverachtung und Religionsverachtung wie zwischen 1933 und 1945 darf sich nicht wiederholen. Ulrich Börngen, Stuttgart, Dezember 2006 Landessynode: Auf dem Weg zur Verfassungsänderung Islam: Haus Abraham in Kloster Denkendorf, muslimischer Religionsunterricht, Kampf der Symbole, Diskussion in der Landessynode, Erklärung des Leitungskreises Islam: „Dialog ist Begegnung“ und ein Interview mit Prof. Dr. Stefan Schreiner Pressemitteilung vom 22. 11. 2005 Zum synodalen Verkaufsbeschluss In einer gemeinsamen Erklärung nehmen die beiden Vorsitzenden der OFFENEN KIRCHE (OK), Pfarrerin Kathinka Kaden und Rainer Weitzel, zum heute in der Landesssynode gefassten Verkaufsbeschluss von kirchlichen Gebäuden Stellung: Hektischer und symbolischer Verkaufsaktionismus statt zukunftsfähigem Gesamtkonzept Seit Mitte der 90er Jahre spart die Evangelische Landeskirche in Württemberg. Viele Verbesserungen und Effizienzsteigerungen sind erreicht, Zusammenlegungen und Reduktionen erfolgt. Auf der jetzigen Synode ging es erstmals und kurzfristig um einen weitreichenden Verkaufsbeschluss von drei Bildungseinrichtungen, dem Studienzentrum Birkach, der Fortbildungsstätte Denkendorf und das Schlatterhaus in Tübingen. An allen drei Orten wird differenzierte und qualifizierte kirchliche Bildungsarbeit geleistet, die weit in und über die Landeskirche hinaus – auch gegen fundamentalistische Missverständnisse der Bibel – wirkt. Der Oberkirchenrat hat diesen Vorschlag innerhalb eines Gesamtpaketes eingebracht, mit dem zugleich eine Absenkung im Bereich der Kosten für Pfarrerinnen und Pfarrer, für Kirchenbeamte und kirchliche Angestellte verbunden war. Auf diesen Vorschlag konnten sich die Synodalen nicht in angemessenem Maße vorbereiten. Dementsprechend hat die Mehrheit der Synodalen der OFFENEN KIRCHE gegen den sofortigen Verkauf kirchlicher Bildungseinrichtungen gestimmt und dafür plädiert, einem hektischen Verkaufsaktionismus die Erstellung eines zukunftsfähiges Gesamtkonzept vorzuziehen und erst in drei bis sieben Monaten endgültig zu entscheiden. Die konservative Mehrheit der Landessynode dagegen hat nun den vorschnellen Verkauf kirchlicher Bildungseinrichtungen zu verantworten. Ohne dringende Not und damit ohne ausreichende sachliche Begründung haben sie sich zu einem kurzfristigen psychologischen Befreiungsschlag entschlossen, dessen materielle und immaterielle Folgekosten nicht zu übersehen sind. Die OK bedauert, dass die konservative Mehrheit der Landessynode damit in einer atemlosen Weise ökonomischem Druck ohne entsprechende Sachzwänge nachgegeben hat. Sie befürchtet jetzt einen Abbruch in der Qualität der übergemeindlichen kirchlichen Bildungsarbeit, die für die Gemeinden aber lebenswichtig ist, um über den eigenen Kirchturm hinausschauen zu können. Mit dem Verkaufsbeschluss dieser überregionalen Einrichtungen hat die konservative Mehrheit der Synode den volkskirchlich geprägten Gemeinden der Landeskirche einen Bärendienst erwiesen. Die OK wird sich weiter gegen einen solchen symbolischen Verkaufsaktionismus, wenden und für eine qualifizierte, fundierte Arbeit der Synode mit Augenmaß und Mut kämpfen. Voraussetzung dafür sind vollständige Daten und Informationen, die ohne Zeitdruck bedacht werden können. Die OFFENE KIRCHE hält nach wie vor eine Vision und ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept für eine unabdingbare Voraussetzung vernünftiger Entscheidungen. Pfarrerin Kathinka Kaden, Tel.: d. 07164-79208; Rainer Weitzel, Tel.: 0711-428369 Pressemitteilung vom 17. 11. 2005 Gegen hektischen und symbolischen Verkaufsaktionismus In einer gemeinsamen Erklärung nehmen die Vorsitzende der OFFENEN KIRCHE (OK), Pfarrerin Kathinka Kaden, und der Sprecher der OK in der Synode, Martin Dolde, zu den derzeit in der Diskussion stehenden Verkaufsüberlegungen zu kirchlichen Gebäuden Stellung: Die Landessynode soll nach dem Willen des Oberkirchenrats in der kommenden Woche über die Zukunft von drei Bildungseinrichtungen entscheiden. Der Oberkirchenrat hat vorgeschlagen, das Studienzentrum Birkach, die Fortbildungsstätte Denkendorf und das Schlatterhaus in Tübingen zu verkaufen und die Arbeit an anderen Orten weiterzuführen. Diese Vorschläge werden vor allem damit begründet, dass die Kirchensteuereinnahmen aufgrund der demographischen Entwicklung zurückgehen werden und sich finanziell ein ständiger Sinkflug abzeichnet. Dieser Einschätzung der Entwicklung stimmt die OFFENE KIRCHE prinzipiell zu, sie will aber, dass dieser Sinkflug konstruktiv und nachhaltig gestaltet wird. Dieser Prozess darf nicht durch Hektik und Atemlosigkeit geprägt sein, sondern erfordert Mut und Augenmaß. Symbolischer Verkaufsaktionismus ergibt aber noch kein Zukunftskonzept. Ein solches brauchen wir aber gerade bei den Bildungseinrichtungen der Kirche. Die landeskirchliche Bildungsarbeit muss zukunftsfähig werden. Die OFFENE KIRCHE kämpft für eine qualifizierte, fundierte Arbeit der Synode. Voraussetzung dafür sind vollständige Daten und Informationen, die ohne Zeitdruck bedacht werden können. Die OFFENE KIRCHE hält auch eine Vision und ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept für eine unabdingbare Voraussetzung vernünftiger Entscheidungen. Weil zu vieles offen und ungeklärt ist, setzt sich die OFFENE KIRCHE nachdrücklich dafür ein, dass die anstehenden Entscheidungen nicht jetzt, sondern in der Sommersynode 2006 auf die Tagesordnung gesetzt werden. Pfarrerin Kathinka Kaden, Tel.: d. 071764-79208; Martin Dolde, Tel.: 0711-428369 Wider den schnellen Verkauf von Bildungseinrichtungen Pressemitteilung vom 22. 9. 2005 OFFENE KIRCHE unterstützt CDU-Minister Renner Die Offene Kirche begrüßt ausdrücklich, dass CDU-Sozialminister Andreas Renner die Schirmherrschaft des diesjährigen Christopher Street Day übernommen hat, der unter dem Motto „Familie heute“ steht. Auch in schwulen und lesbischen Partnerschaften wird Familie verantwortlich und beständig gelebt. Die OFFENE KIRCHE erinnert daran, dass Brunhilde Raiser, die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, in ihrem Vortrag bei der Schwerpunkttagung der Synode zum Thema „Familie“ dazu aufgefordert hatte, Christinnen und Christen sollten Familie dort sehen, wo verantwortlich und beständig durch eine oder mehrere Bezugspersonen für Kinder gesorgt werde. Dazu zählten Ein-Eltern-Familien, Patch-Work-Familien, Adoptiv- und Stieffamilien wie auch die Familien gleichgeschlechtlicher Eltern. Familien sind demzufolge mehr als ein Ehepaar mit Kindern. Davon war allerdings in den von der konservativen Synodenmehrheit beschlossenen Thesen nichts zu finden. Die Offene Kirche kritisiert, dass rückwärtsgewandte Kräfte in der CDU und evangelikale Kreise in der Synode sich verbissen an einem gestrig-romantisierenden Familienbild festklammern. Wer ein Herz für Kinder hat, sollte auch zu schwulen und lesbischen Familien ja sagen können. Aids verändert Theologie positHIV Pressemitteilung vom 15. 3. 2005 Bischofswahl Die Offene Kirche, Evangelische Vereinigung in Württemberg (OK), dankt Frau Dekanin Dr. Kling - de Lazzer für ihre Bereitschaft und den Mut zur Kandidatur als erste Bischöfin der Evangelischen Kirche in Württemberg. Die OK begrüßt die überzeugenden Vorstellungen, die Frau Kling - de Lazzer für eine Kirche der Zukunft entwickelt hat. Die OK wird auch weiterhin engagiert dafür arbeiten, Frauen den Weg in kirchliche Leitungsämter zu ebnen. Die OK fordert die anderen Kräfte in der Synode auf, das ihre auf diesem Weg beizutragen. Als Erfolg wertet es die Offene Kirche, dass es gelungen ist, eine Frau für das höchste Leitungsamt der evangelischen Kirche zu nominieren. Darüber hinaus hat Frau Dr. Kling-de-Lazzer dazu beigetragen, das Argument, es gäbe keine geeigneten Frauen für dieses Amt, endgültig zu entkräften. Festzuhalten ist, dass die konservative Mehrheit der Synode noch weit vom Selbstbewusstsein der Synoden entfernt ist, die Frauen wie Maria Jepsen, Bärbel Wartenberg-Potter oder Margot Kässmann zu Bischöfinnen gewählt haben. Auch unserer Kirche hätte es wohl angestanden, mit einer anerkannten Frau über ihre engen Grenzen hinaus Profil zu zeigen und damit im Konzert der EKD einmal wieder eine prägende Rolle zu spielen. Vor allem die Gruppe „Evangelium und Kirche“ muss sich vorhalten lassen, zur Frauenpolitik nur wohlfeile Fensterreden zu halten. Eine Bischöfin wäre überdies ein ermutigendes Zeichen für eine gleichgestellte Gemeinschaft von Frauen und Männern in der Kirche gewesen, insbesondere aber für die vielen Christinnen in unserer Kirche, die das Gemeindeleben garantieren und auf deren Einsatz sich Pfarrerinnen und Pfarrer zusammen mit der Kirchenleitung selbstverständlich verlassen. Es wird ein wichtiges Anliegen der OK bleiben zu ändern, dass die vielen die Kirche tragenden Frauen einem ungeschriebenen Kirchengesetz zufolge überwiegend von Männern in Leitungsämtern regiert werden. Dem neuen Bischof Frank July gratuliert die Offene Kirche und wünscht ihm eine glückliche Hand und Gottes Segen für seine Amtsführung. Sie warnt davor, erste Äußerungen Julys nach seiner Wahl etwa zu Gemeindestrukturen, Akademien oder Landeskirche Baden-Württemberg als Festlegungen zu werten. Solche Fragen bedürfen einer gründlichen und breiten Diskussion, bevor sie entscheidungsreif sind. Albrecht Bregenzer, Pressestelle Offene Kirche; Tel.: 07022-43908 Familie: Artikel von Dr. Ursula Pfeiffer und Dr. Stephanie Saleth
Dritte AMOS-Preis-Verleihung BischöfInnenwahl: Dr. Marie Kling-de Lazzer Pressemitteilung vom 28. 10. 2004 Offene Kirche setzt andere Akzente als die Synodenmehrheit Bei den zwei wichtigen Entscheidungen der Landessynode hat die Offene Kirche (OK), die 28 der 95 Synodalen stellt, eine deutlich andere Schwerpunktsetzung als die Mehrheit der Synode vorgenommen. In beiden Fällen ging es um kirchliche Einrichtungen, die gezielt Brücken zur gesellschaftlichen Wirklichkeit schlagen möchten. Bei diesen Entscheidungen wurde deutlich, so Gerhard Ruhl als Sprecher der OK, dass es „deutlich nachvollziehbare, unterschiedliche Schwerpunktsetzungen zwischen Offener Kirche und den anderen Gesprächskreisen gibt.“ Mit Mehrheit wurde ein Antrag der OK beschlossen, unmittelbar mit den Planungen für einen notwendigen Erweiterungsbau der Evangelischen Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg (FHS) zu beginnen. Zuvor hatte sich die Mehrheit der Synode für den Erhalt der Evangelischen Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg (FHS) ausgesprochen, legte sich aber auf eine Begrenzung des Zuschusses auf 1,2 Mio jährlich fest. Hier meldet die OK Bedenken an, weil dies angesichts ständig steigender Personalkosten auf Dauer zu einer Schwächung der Arbeit führen wird. Dies ändert jedoch nichts an der eindeutigen Zustimmung der OK für die Fortführung der FHS. Nicht durchsetzen konnte sich die OK mit ihren Bedenken gegen bei der Entscheidung, die Stellen an der Evangelischen Akademie Bad Boll um 28 zu reduzieren. Effizienter und mit Blick auf die Arbeit der Akademie schien es sinnvoller, zunächst die Stellen um 14 zu reduzieren und nach den weiteren Entscheidungen über andere Studienzentren und Tagungsstätten im Rahmen der landeskirchliche Bildungskonzeption nötige weitere Kürzung vorzunehmen. OFFENE KIRCHE, Evangelische Vereinigung in Württemberg Pressemitteilung vom 16. 10. 2004 Interreligiösen Dialog mit Muslimen führen Synodale stimmen dem Bericht des Landesbischofs mehrheitlich zu. Kritik wegen zu wenig praktischer Konsequenzen. Stuttgart. Die Reaktionen der Synode auf den Bericht von Landesbischof Gerhard Maier bezogen sich vor allem auf die von ihm angesprochenen sozialen Probleme. Dem liberalen Gesprächskreis Offene Kirche fehlten dabei praktische Konsequenzen. „Was haben Christen heute zu tun?“, fragte Hartmut Fleischmann in Anbetracht des von Maier festgestellten mangelnden Zusammenhalts zwischen den Generationen, fehlender Solidarität und Qualitätsverlusten in der Pflege. Wohlfahrtsverbände und Kirchen nutzten ihre Autorität nicht aus, um die sich verschlechternden Bedingungen in Pflegeberufen zu verhindern, sagte die Synodale Cornelia Brox. Der Ruf nach qualifizierten Pflegekräften und nach einer Aufwertung der Pflegeberufe blieben „leere Postulate“, wenn Kirche und Diakonie sich nicht aktiv für günstigere Bedingungen einsetzen, so Brox weiter. „Wann mahnen sie endlich einen Geschlechtervertrag an“, fragte die Synodale Dr. Ursula Pfeiffer. Männer entzögen sich sowohl in den Familien als auch im Arbeitsleben sozialen und erzieherischen Aufgaben, klagte Pfeiffer. Den Großteil dieser Arbeiten verrichteten Frauen. Der Bischof hatte zuvor vom notwendigen Generationenvertrag gesprochen. Cornelia Brox bedauerte, dass Maier beim Thema Familie nicht auch über Chancengleichheit und Karriereplanung für Frauen sowie Kinderbetreuung zu sprechen kam. Der Gesprächskreis Evangelium und Kirche plädierte dafür, den interreligiösen Dialog mit Muslimen ohne „missionarische Hintergedanken“ zu führen. Es gehe um eine friedliche Koexistenz der Religionen, sagte Traugott Mack. Maiers Widerstand gegen das Kopftuch in öffentlichen Schulen hielt der Synodale Gerhard Ruhl für einen Kampf „auf der falschen Ebene“. Es müsse um islamischen Religionsunterricht in Deutsch und um staatlich kontrollierte Lehrpläne in einem solchen Fach gehen. Der Bischof sollte in seiner Begründung zum Kopftuch-Verbot nicht die religiöse Botschaft der Muslime auslegen, meinte der Synodale Dr. Christian Heckel, sondern lediglich die eigene, christliche. Der konservative Gesprächskreis Lebendige Gemeinde, zu dem auch der Bischof gehört, nahm die Bilanz von Gerhard Maier durchweg positiv auf. OFFENE KIRCHE, Evangelische Vereinigung in Württemberg Landessynode: Zur Befristung kirchlicher Ämter; „Daran glauben wir“; Stellungnahme des Bezirks Göppingen-Geislingen Abschiebung: Wir können alles außer menschlich sein! Frauen und Wirtschaften - der Arbeitsstil der Zukunft Jahresversammlung mit Positionspapier und Impulsvortrag „Evangelisch sein heute“ Synoden:Landessnode und konstituierende Sitzung der 10. EKD-Synode Landessynode: Die OK in der 13. Landessynode - Zwischenbilanz Frieden: Der Krieg und die Kirche Dekade: Kinder und Jugendliche überwinden Gewalt Wahrnehmen und anpacken, suchen und finden, hören und lernen, So wollen wir Kirche
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